Viele Bäume braucht die Stadt“ - Anpassung an den Klimawandel durch Verbesserung des Baumbestandes
Eingebracht von AL/Die Grünen,Gerhard Schickel,Jakob Lange,Katja Kümmel,Elke Heidelbach,Stefan Gerl
Anfrage im Wortlaut
Der Magistrat wird gebeten, über den Zustand der Stadtbäume in Rödermark zu berichten. Stadtbäume sind unverzichtbar für die Stadt und deren Klimaresilienz. Um Rödermark widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen und die Lebensqualität der Bürger und Bürgerinnen zu erhalten, kommt einer nachhaltigen Begrünung eine zentrale Bedeutung zu.Um diesbezüglich systematisch und zielgerichtet vorgehen und ggf. notwendige Verbesserungen planen zu können, sind insbesondere folgende Aspekte zu klären: 1. Wie viele Bäume befinden sich im öffentlichen Raum des Stadtgebietes (nach Stadtteilen oder -gebieten)? 2. 3. Wo ist der geringste Deckungsgrad (Baum/ha) zu verzeichnen? Wie hoch sind die jährlichen Verluste bei den Stadtbäumen und welche Baumschäden bzw. Schadensstufen sind zu verzeichnen. Haben die Verluste und Schäden in den letzten 5 Jahren erheblich zugenommen? 4. Sollen im Stadtgebiet zusätzliche Bäume gepflanzt und abgängige Bäume ergänzt werden – wenn ja, wo? 5. Wie werden die Stadtbäume und Grünflächen gepflegt und geschützt – hat sich der Aufwand für Baumpflegemanagement bzw. die Unterhaltungspflege angesichts der Klimabedingungen vergrößert oder qualtativ verändert? 6. Mit welchen Maßnahmen soll die Situation des Baumbestands angesichts des Stress durch die Klimaveränderungen verbessert werden? 7. Welche Bestrebungen gibt es, das Stadtgrün klimaresilienter zu machen und mit welchen Maßnahmen? 8. 9. Wurden bisher bei Neupflanzungen klimatolerantere Arten verwendet, wenn ja, welche?
Inwieweit wird bei Neu- oder Nachpflanzungen das „Schwammstadtkonzept“ nach skandinavischem bzw. Stockholmer Vorbild angewendet? 10. Gibt es ein Straßenbaumkonzept für das Stadtgebiet, nach dem neue Baumstandorte geplant, bzw. ein bestimmter Anteil der Baumbedeckung erzielt werden soll? 11. Werden die Festsetzungen zur Bepflanzung gemäß der Vorgaben der Bebauungspläne im Innenbereich eingehalten? Falls nein, wo sind Fehlstellen, Schadensfälle oder qualitative Einschränkungen zu verzeichnen? 12. Werden die Festsetzungen zur Bepflanzung gemäß der Vorgaben von Bebauungsplänen im Außenbereich bzw. Vertraglichen Verpflichtungen (Rödermarkringvertrag) eingehalten? Falls nein, wo sind Fehlstellen, Schadensfälle oder qualitative Einschränkungen zu verzeichnen? 13. Gibt es Planungen (wenn ja, welche), wie v.a. hitzebelastete Ortskernlagen (Unbeplanter Innenbereich), Schul- und Kitaflächen, öffentliche Plätze, Spielplätze sowie große versiegelte Flächen durch Baumpflanzung natürlich beschattet werden können? 14. In vielen Straßenzügen (z.B. Pestalozzistraße, Freiherr-vom-Stein-Straße, Babenhäuser Straße, Berliner Straße, etc.) gibt es nach Sanierungsmaßnahmen vorbereitete Pflanzflächen für Straßenbegleitgrün. In vielen dieser Flächen sind keine Straßenbäume gepflanzt. Was sind die Gründe hierfür?
Sachverhalt
Angesichts der rasant veränderten Klimabedingungen muss sich Rödermark auf die Folgen des Klimawandels umgehend einstellen. Vor allem Hitze, Trockenheit, aber auch Starkregen und Überflutungen können die Lebensqualität, die Infrastruktur und die Sicherheit im Stadtgebiet erheblich beeinträchtigen. Bäume können einen großen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten, indem sie Schatten spenden und große Verdunstungsflächen bereitstellen. Wasser, das sie aus dem Boden aufnehmen, verdunstet über ihre Blätter, die dabei entstehende Verdunstungskühlung verbessert das lokale Mikroklima. In dieser Hinsicht kommt angesichts der zunehmenden Hitzebelastung der Sicherung und Weiterentwicklung des Stadtgrüns eine zentrale Bedeutung zu. Bäume und Grünflächen besitzen nicht nur eine kühlende und schattenspendende, sondern auch eine frischluftluftproduzierende Wirkung, indem sie Schadstoffe filtern, Co2 binden und Sauerstoff produzieren und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung und Wasserspeicherung. Damit verbessern sie die Aufenthaltsqualität und helfen gleichzeitig bei Starkregen Überflutungen abzufedern, indem sie das Niederschlagswasser aufnehmen und wieder verdunsten. Gerade im städtischen Bereich ist die Wohlfahrtswirkung von Bäumen von wachsender Bedeutung. In dieser Hinsicht ist nicht nur der Schutz und die Pflege des vorhandenen Baumbestandes wichtig, sondern auch dessen qualitative wie quantitative Weiterentwicklung und Anpassung an die veränderten Klimabedingungen um mit geeigneten Maßnahmen einen nachhaltigen und möglichst umfassenden Baumbestand im Stadtgebiet zu generieren.
Einfach erklärt
Der Magistrat soll über Zustand, Umfang und Entwicklung der Stadtbäume in Rödermark berichten. Die Anfrage verlangt noch keine konkreten Pflanzungen oder anderen Maßnahmen, sondern soll Informationen liefern, um mögliche Verbesserungen planen zu können.
Gefragt wird unter anderem, wie viele Bäume im öffentlichen Raum stehen, wo die Baumbedeckung besonders gering ist und wie sich Schäden sowie Baumverluste in den vergangenen fünf Jahren entwickelt haben. Außerdem soll der Magistrat erläutern, ob und wo zusätzliche oder abgängige Bäume gepflanzt werden sollen, wie Pflege und Schutz organisiert sind und wie der Baumbestand an Hitze, Trockenheit und Starkregen angepasst werden kann.
Weitere Fragen betreffen klimatolerante Baumarten, das Schwammstadtkonzept, ein mögliches Straßenbaumkonzept und die Einhaltung von Pflanzvorgaben aus Bebauungsplänen und Verträgen. Auch mögliche Baumpflanzungen zur Beschattung besonders hitzebelasteter Bereiche sowie bislang ungenutzte Pflanzflächen an Straßen sollen betrachtet werden. Die Antragsteller begründen die Anfrage mit der Bedeutung von Bäumen für Stadtklima, Lebensqualität und Klimaresilienz.
Diese Fassung wurde von einem Sprachmodell aus dem amtlichen Text übersetzt und ist nicht rechtsverbindlich. Maßgeblich ist der .