DS/235/26 Anfrage In Beratung Finanzen

Sachstand Hopper – Umsetzung des Beschlusses vom 23.09.2025 zum dynamischen Preismodell und zur Kostentransparenz

Eingebracht von FDP

Anfrage im Wortlaut

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark hat am 23.09.2025 auf Initiative der FDP-Fraktion folgenden Antrag einstimmig beschlossen: „Hopper – Ausstieg oder grundlegende, kostengünstige und transparente Reform“. Der Magistrat wurde damit beauftragt, in den Gremien der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) ein dynamisches Preismodell („Dynamic Pricing“) für den Hopper einzubringen. Ziel ist es, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Sozialverträglichkeit des On-Demand-Angebots durch Preisanreize nach Nachfrage, Tageszeit und Strecke zu verbessern. Zudem soll die kvgOF eine transparente Kosten- und Wirtschaftlichkeitsstruktur für die kreisangehörigen Kommunen herstellen.

Seit diesem Beschluss ist fast ein Jahr vergangen. Der Hopper belastet den städtischen Haushalt weiterhin mit erheblichen jährlichen Zuschüssen, während sich die Finanzlage der Stadt Rödermark weiter zugespitzt hat. Eine Rückmeldung des Magistrats über den Fortgang der Beratungen in den Gremien der kvgOF, über geführte Gespräche oder über erzielte Ergebnisse liegt der Stadtverordnetenversammlung bislang nicht vor. Da der Beschluss unmittelbare Auswirkungen auf den städtischen Haushalt hat, ist ein präziser Sachstand erforderlich – als Grundlage für die anstehenden Haushaltsberatungen und für die Frage, ob eine Reform des Hoppers oder ein Ausstieg die wirtschaftlichere Lösung ist.

Die FDP-Fraktion fragt vor diesem Hintergrund gemäß § 16 Absatz 1 der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark in Verbindung mit § 50 Absatz 2 der Hessischen Gemeindeordnung an:

Wann und in welcher Form hat der Magistrat den Beschluss vom 23.09.2025 in die Gremien der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) eingebracht? Wir bitten um Angabe der jeweiligen Sitzungstermine, der befassten Gremien (z. B. Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat, Arbeits- und Fachkreise) sowie der Personen, die die Stadt Rödermark dort vertreten haben.

Welche Gespräche wurden seit dem 23.09.2025 zu diesem Thema geführt, wann fanden diese statt, wer war jeweils beteiligt und zu welchem Ergebnis führten sie: a) mit der Geschäftsführung der kvgOF, b) mit dem Landkreis Offenbach, c) mit anderen kreisangehörigen Städten und Gemeinden, d) mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) oder weiteren Verkehrsträgern? Wie haben die kvgOF und die übrigen Gesellschafter auf den Vorschlag eines dynamischen Preismodells reagiert? Wurden hierzu Beschlüsse gefasst, Prüfaufträge erteilt oder ablehnende Voten abgegeben, und mit welcher jeweiligen Begründung?

Liegt inzwischen ein Konzept, eine Modellrechnung oder ein Gutachten zum Dynamic Pricing vor (Preisstaffelung nach Nachfrage, Tageszeit und Strecke)? Falls ja: Welche Erlös-, Einspar- und Lenkungspotenziale werden darin ausgewiesen und wie wirken sich diese konkret auf den Zuschussbedarf der Stadt Rödermark aus?

Welche Kosten hat der Hopper für die Stadt Rödermark in den Haushaltsjahren 2023, 2024 und 2025 tatsächlich verursacht, welcher Betrag ist für 2026 veranschlagt, und wie hoch war bzw. ist der Kostendeckungsgrad in den jeweiligen Jahren?

Welche konkreten jährlichen Einsparungen hält der Magistrat – jeweils beziffert – für realistisch durch a) die Einführung eines dynamischen Preismodells, b) eine Anpassung von Bedienzeiten, Bediengebiet und Fahrzeugeinsatz, c) einen vollständigen Ausstieg der Stadt Rödermark aus dem Hopper-Angebot?

Wurde die im Beschluss geforderte transparente Kosten- und Wirtschaftlichkeitsstruktur durch die kvgOF inzwischen hergestellt? Welche Kennzahlen (u. a. Fahrtenzahl, Auslastung, Besetzungsgrad, Kosten je Fahrt, Zuschuss je Fahrgast, Anteil Rödermark) werden den kreisangehörigen Kommunen in welchem Turnus und in welcher Detailtiefe zur Verfügung gestellt?

Sofern der Beschluss bislang nicht oder nur teilweise umgesetzt werden konnte: Welche konkreten Hindernisse bestehen, und mit welchem Zeitplan und welchen nächsten Schritten beabsichtigt der Magistrat, das Anliegen weiterzuverfolgen?

Welche vertraglichen Bindungen sowie Kündigungs- und Ausstiegsfristen bestehen für die Stadt Rödermark gegenüber der kvgOF bzw. gegenüber dem Landkreis Offenbach, und bis zu welchem Zeitpunkt müsste ein Ausstieg erklärt werden, um zum nächstmöglichen Termin wirksam zu werden?

Nach öffentlichen Darstellungen wird der Hopper mit rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen betrieben. Ist dem Magistrat bekannt, ob es Betriebssituationen gibt, in denen auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zurückgegriffen wird (z. B. als Ausweich- oder Ersatzfahrzeuge)? Falls ja: Um welche Fahrzeuge handelt es sich, in welchem Umfang und mit welcher Begründung kommen sie zum Einsatz?

Aufgrund der finanziellen Tragweite des Themas und im Hinblick auf die anstehenden Beratungen zum Haushalt bitten wir um eine schriftliche Beantwortung unserer Anfrage bis spätestens zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 08.09.2026.

Einfach erklärt

Die FDP-Fraktion verlangt einen schriftlichen Sachstandsbericht zum Hopper. Der Magistrat soll darlegen, wie er den einstimmigen Beschluss vom 23.09.2025 umgesetzt hat. Damals wurde er beauftragt, bei der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach ein dynamisches Preismodell anzustoßen und mehr Transparenz über Kosten und Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

Gefragt wird unter anderem, welche Gespräche und Beratungen stattgefunden haben, wie die Beteiligten auf den Vorschlag reagierten und ob bereits Konzepte, Modellrechnungen oder Beschlüsse vorliegen. Außerdem soll der Magistrat die tatsächlichen Hopper-Kosten für Rödermark in den Jahren 2023 bis 2025, den Ansatz für 2026, den jeweiligen Kostendeckungsgrad und mögliche Einsparungen durch Preisänderungen, Angebotsanpassungen oder einen vollständigen Ausstieg beziffern.

Weitere Fragen betreffen verfügbare Nutzungs- und Kostenkennzahlen, Hindernisse bei der bisherigen Umsetzung, die nächsten Schritte sowie Kündigungs- und Ausstiegsfristen. Auch ein möglicher Einsatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor soll erläutert werden. Die FDP begründet die Anfrage mit der Belastung des städtischen Haushalts und den bevorstehenden Haushaltsberatungen. Die Antwort wird spätestens zur Sitzung am 08.09.2026 erbeten.

Diese Fassung wurde von einem Sprachmodell aus dem amtlichen Text übersetzt und ist nicht rechtsverbindlich. Maßgeblich ist der .

Ratsinfo Rödermark

Ein unabhängiges Bürgerprojekt. Datenquelle ist das öffentliche Ratsinformationssystem der Stadt Rödermark.

Stand

7. September 2026, 10:12 Uhr

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