DS/165/26 Antrag Beratung abgeschlossen Finanzen

Erhöhung der Liquiditätskredite gemäß § 105 HGO

Eingebracht von FDP

Antrag im Wortlaut

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Möglichkeit der Überschreitung des in der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2025 genehmigten Höchstbetrags der Liquiditätskredite gemäß § 105 HGO um neun Millionen Euro. Der Liquiditätskreditrahmen beträgt damit neun Millionen Euro.“

Sachverhalt

Die Haushaltssituation der Stadt Rödermark erfordert eine präzise Abwägung zwischen der kurzfristigen Sicherung der laufenden Zahlungsfähigkeit und der Vermeidung dauerhafter, struktureller Standortnachteile für Rödermark.

Die vom Magistrat vorgeschlagene Erhöhung des Liquiditätskreditrahmens um lediglich fünf Millionen Euro ist nicht ausreichend, um absehbaren Haushaltsrisiken temporär aufzufangen. Sie zwingt die Stadtverordnetenversammlung faktisch zu einer unmittelbaren Anhebung des Hebesatzes der Grundsteuer B auf über 1.300 Punkte. Der vorliegende Änderungsantrag sieht daher eine Erhöhung des Rahmens auf neun Millionen Euro vor. Diese Brückenfinanzierung verschafft Rödermark den notwendigen Handlungsspielraum, um ein strukturelles Konsolidierungsprogramm auszuarbeiten, ohne im Vorfeld irreversible Belastungen für die Bürger und die lokale Wirtschaft zu beschließen.

Ein Grund für die temporäre Ausweitung des Liquiditätsrahmens ist der noch ausstehende Termin im Hessischen Innenministerium. In diesem Rahmen soll Rödermark Empfehlungen zur Haushaltspolitik erhalten. Ein voreiliger Beschluss über drastische Grundsteuererhöhungen würde die Verhandlungsposition der Stadt Rödermark erheblich schwächen, da gegenüber der Aufsichtsbehörde und dem Land eine vermeintlich ausreichende eigene Deckungsfähigkeit signalisiert würde. Damit gäbe die Stadt ihr entscheidendes verhandlungstaktisches Druckmittel leichtfertig aus der Hand. Der erweiterte Kreditrahmen sichert die Liquidität der Stadt ab, bis Klarheit über den rechtlichen und finanziellen Rahmen seitens des Landes herrscht. Zudem gewinnt die Stadt die notwendige Zeit, um ein fundiertes Haushaltskonsolidierungskonzept zu erarbeiten, das von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden kann.

Einfach erklärt

Die Stadtverordnetenversammlung soll beschließen, dass der für 2025 genehmigte Höchstbetrag der Liquiditätskredite um neun Millionen Euro überschritten werden darf. Laut Beschlussvorschlag beträgt der Liquiditätskreditrahmen damit neun Millionen Euro. Der Antrag geht damit über den Vorschlag des Magistrats hinaus, der eine Erhöhung um fünf Millionen Euro vorsieht.

Die Antragsteller wollen mit dem höheren Kreditrahmen vorübergehend die Zahlungsfähigkeit der Stadt sichern. Nach ihrer Begründung soll dadurch Zeit gewonnen werden, um ein Haushaltskonsolidierungskonzept zu erarbeiten und Empfehlungen aus einem noch ausstehenden Termin im Hessischen Innenministerium abzuwarten. Zugleich soll vermieden werden, bereits vorher den Hebesatz der Grundsteuer B auf über 1.300 Punkte anzuheben. Die Antragsteller sehen eine solche frühe Steuererhöhung als nachteilig für Bürger, örtliche Wirtschaft und die Verhandlungsposition der Stadt gegenüber Land und Aufsichtsbehörde an.

Diese Fassung wurde von einem Sprachmodell aus dem amtlichen Text übersetzt und ist nicht rechtsverbindlich. Maßgeblich ist der .

Ratsinfo Rödermark

Ein unabhängiges Bürgerprojekt. Datenquelle ist das öffentliche Ratsinformationssystem der Stadt Rödermark.

Stand

6. November 2026, 00:21 Uhr

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