Ausschuss für Bau, Umwelt, Stadtentwicklung und Energie
31. Sitzung
- Mittwoch, 12. März 2025, 19:30 Uhr· tatsächlich 19:30–20:10 Uhr
- Mehrzweckraum der Halle Urberach, Am Schellbusch 1, 63322 Rödermark
- Niederschrift liegt vor· öffentlich
Worum es geht
Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Wärmeplanung und die Ortsumfahrung Urberach. Der Vertrag mit Rodgau, Mühlheim am Main und Obertshausen zur kommunalen Wärmeplanung wurde neu gefasst: Ein Fachbüro soll für jede der vier Städte einen eigenen Wärmeplan erstellen. Rodgau übernimmt Ausschreibung und Vergabeverfahren, die Kosten werden nach den vereinbarten Regeln verteilt. Zur Ortsumfahrung nahm das Gremium den Planungsstand zur Kenntnis. Verschiedene Trassen werden derzeit unter anderem nach Umweltwirkungen, Verkehrsentlastung, Flächenbedarf und Baukosten verglichen. Eine Vorzugsvariante soll später öffentlich vorgestellt werden. Außerdem wurde der Magistrat beauftragt, eine Katzenschutzverordnung zu erlassen. Sie soll für freilaufende Katzen eine Pflicht zu Kastration, Kennzeichnung und Registrierung vorsehen. Bei der Förderung von Balkonkraftwerken sind für 2025 bereits 46 von 50 möglichen Anträgen eingegangen. Die aktuelle Richtlinie läuft im Sommer aus; eine Neuauflage wird angestrebt.
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Tagesordnung · 5 Punkte
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Beratungsverlauf
Der Vorsitzende, Herr Schickel, eröffnet die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und stellt die ordnungsgemäße Einladung sowie Beschlussfähigkeit fest. Gegen die Tagesordnung ergeben sich keine Einwände. Aufgrund der Einwendung der FDP-Fraktion, dass in der Niederschrift vom 29.01.2025 festgeschriebenen wurde, dass mit Zustimmung des Antragstellers die Beantwortung des Berichtsantrages bezüglich der Getrenntsammlungspflicht für Textilien (nur) in der Betriebskommission erfolgt, teilt Herr Bürgermeister Rotter folgendes mit: - Die Fraktionen erhalten eine Ausfertigung der Stellungnahme der KBR in der Betriebs-kommission. - Das Thema wird in der BUSE-Sondersitzung am 31.03.2025 unter Punkt Verschiedenes noch einmal aufgerufen. - Das Protokoll vom 29.01.2025 wird dahingehend geändert, dass die Beantwortung des Berichtsantrage zuerst in der Betriebskommission erfolgt.
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Worum es hier geht - einfach erklärt
Die Neufassung des Vertrags zur gemeinsamen kommunalen Wärmeplanung mit Rodgau, Mühlheim am Main und Obertshausen wurde beschlossen. Anders als zunächst vorgesehen, soll nun ein einziges Fachbüro ohne Losaufteilung beauftragt werden, das für jede der vier Kommunen einen eigenen Wärmeplan erstellt. Rodgau übernimmt die Ausschreibung und betreut das Vergabeverfahren; die Kosten werden nach den vertraglich festgelegten Regeln aufgeteilt.
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federführend Umwelt
Der öffentlich-rechtliche-Vertrag über die interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung soll in seiner Neufassung (s. Anlage) beschlossen werden.
Sachverhalt
Zur Erstellung des Wärmeplans soll ein leistungsfähiges Fachbüro beauftragt werden. Im Hinblick auf die umfangreichen und komplexen Anforderungen aus dem Wärmeplanungsgesetz sowie der Tatsache, dass nun bundesweit alle Kommunen die gleiche Pflicht haben, wurde bereits in der Stadtverordnetenversammlung vom 03.12.2024 beschlossen, dass die Kommunen Rödermark, Rodgau, Mühlheim am Main und Obertshausen im Bereich der kommunalen Wärmeplanung zusammenzuarbeiten. In der alten Fassung des Vertrages dreht sich die Zusammenarbeit vorrangig um die Ausschreibung der entsprechenden Dienstleistungen und die Ausschreibung sollte per Los erfolgen. Neue rechtliche Erkenntnisse machen es möglich, dass die Ausschreibung ohne Losvergabe ausgeschrieben werden kann. Dieses neue Vorgehen hat den Vorteil, dass die Kosten für alle Kommunen geringer ausfallen, weil nur noch ein Büro für alle Kommunen gesucht wird und dadurch mehr Synergien genutzt werden können. Für dieses neue Vorgehen ist eine Neufassung des „öffentlich-rechtlichen Vertrags über die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Wärmeplanung im Konvoi“ notwendig. Jede Kommune erhält weiterhin ihren eigenen individuellen kommunalen Wärmeplan. Die wesentlichen Vertragsbedingungen lauten: Gegenstand: Es erfolgt eine gemeinsame Durchführung eines transparenten und wettbewerblichen Vergabeverfahrens zur Auswahl eines geeigneten Dienstleisters für die Erstellung des Wärmeplans. Es wird nur ein Büro gesucht, welches alle vier Kommunen betreut. Im Bearbeitungsprozess sowie ggf. darüberhinausgehend sollen mögliche organisatorische und inhaltliche Synergien genutzt werden. Organisationsstruktur: Die beteiligten Kommunen bilden zur Beratung und Koordination eine Steuerungsgruppe. Weiterhin werden eine Projektleitung und zugleich Leitung der Steuerungsgruppe benannt. Die Leitung wird von der Stadt Rodgau übernommen. Die Stadt Rodgau wird die Ausschreibung der kommunalen Wärmeplanung veröffentlichen und das Vergabeverfahren betreuen. Finanzierung: Für die Ausschreibungsleistung über die Vergabestelle der Stadt Rodgau entstehen den anderen Kommunen keine Kosten. Jede Kommune trägt die konkreten Kosten der für sie erstellten Wärmeplanung. Die Vertragskommunen übernehmen den Rechnungsbetrag über die im Angebot des externen Dienstleisters enthaltenen gemeinsamen Leistungen entsprechend ihrer zugrunde gelegten Einwohnendenzahlen gemäß dem letzten Stand des Hessischen Statistischen Landesamt. Die Aufteilung der Rechnungsbeträge erfolgt durch den externen Dienstleister. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen.
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Worum es hier geht - einfach erklärt
Die Stadtverordnetenversammlung hat den Magistrat beauftragt, eine Katzenschutzverordnung für Rödermark zu erlassen. Halter sollen dadurch verpflichtet werden, freilaufende Katzen kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen; außerdem soll eine Informationskampagne möglich sein. Der Antrag der FWR wurde nach kurzer Beratung unverändert beschlossen.
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Antrag im Wortlaut
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rödermark beauftragt den Magistrat, eine Katzenschutzverordnung für die Stadt Rödermark zu erlassen. Diese sollte Tierhalter verpflichten, ihre Freigängerkatzen kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die Verordnung sollte die Möglichkeit einer Informationskampagne beinhalten, um die Bürger über die Vorteile dieser Maßnahmen und die Möglichkeit der Unterstützung durch Tierärzte und Tierschutzorganisationen zu informieren.
Sachverhalt
Erfahrungen aus anderen Kommunen in Hessen: In Hessen haben mittlerweile mehr als 100 Kommunen, darunter auch größere Städte wie Wiesbaden, Frankfurt und Gudensberg, erfolgreich Katzenschutzverordnungen eingeführt. Diese Verordnungen haben sich als äußerst wirksam erwiesen, um die Problematik der unkontrollierten Katzenvermehrung und der Überpopulation von streunenden Katzen in den Griff zu bekommen. Die Landestierschutzbeauftragte Dr. Martin betont, dass solche Verordnungen eine praktische Lösung darstellen und von Kommunen sowie Tierschützern gleichermaßen positiv bewertet werden. (Siehe Pressemitteilung Landestierschutzbeauftragte unter https://tierschutz.hessen.de/presse/die-100ste-hessische-kommune-hat-eine-katzenschutzverordnung) So wurde bereits im Bauausschuss vom 26.06.2024 auf einen Berichtsantrag von AL/Die Grünen hin die Notwendigkeit einer Verordnung erörtert und die Probleme einer vermehrten Population von frei lebenden und nicht registrierten Katzen deutlich gemacht. Positive Effekte: Kastration und Kennzeichnung: Die Einführung einer Pflicht zur Kastration und Registrierung hat zu einer signifikanten Verringerung von unerwünschten Katzenwürfen geführt. Dies hilft nicht nur den Tierschutzorganisationen, sondern auch den Tierheimen, die durch diese Maßnahmen von einer Überlastung befreit werden. Erfolgreiche Rückführung: Katzen, die durch Entlaufen oder Aussetzen in Tierheimen landen, können aufgrund der Mikrochip-Registrierung schneller ihren Haltern zugeführt werden. Diese einfache Maßnahme unterstützt die Rückführung von Tieren und hilft, den Kontakt zwischen Tierheimen und den Tierhaltern zu erleichtern. Weniger Streunende Katzen: Weniger streunende Katzen bedeuten auch eine Reduktion der Jagd auf Wildtiere, wie Singvögel und andere Kleintiere, und tragen so positiv zum Naturschutz bei. Tierschutz und Verbesserung der Lebensbedingungen der Katzen: Katzen, die unkontrolliert vermehrt werden, führen ein oft entbehrungsreiches Leben. Sie sind der Gefahr von Krankheiten, Parasiten und mangelnder Versorgung ausgesetzt. Die Kastration der Freigängerkatzen trägt dazu bei, dass sich diese Problematik nicht weiter verschärft. Auch der Tierschutz profitiert nachhaltig von dieser Maßnahme, da durch die Registrierung und Kennzeichnung der Tiere sichergestellt wird, dass diese im Falle eines Auslaufens oder Aussetzens wieder ihren Besitzern zugeführt werden können. Die Kastration erfolgt dabei in Tierarztpraxen zu geringen Kosten und ist ein Routineeingriff. Vorteile für den Naturschutz: Ein weiterer wichtiger Punkt ist der positive Einfluss auf die Natur. Katzen sind in vielen Gebieten eine Bedrohung für die heimische Fauna, insbesondere für Singvögel und kleine Säugetiere. Durch die Verringerung der streunenden Katzenpopulation und die Vermeidung der unkontrollierten Vermehrung wird dieser Einfluss signifikant reduziert. Somit leisten Katzenschutzverordnungen auch einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Ein Beispiel für eine Satzung bietet die Stadt Gudensberg: https://www.gudensberg.de/dokumente/satzungen-benutzungsordnungen/2024-10-08-katzenschutzvo-lesefassung-vo-ueber-den-schutz-freilebender-katzen-im-stadtgebiet-gudensberg.pdf?cid=6lf
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Herr Schröder erläutert den Antrag der FWR. Nach kurzer Diskussion erfolgt die Abstimmung.
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Beratungsverlauf
Es liegen keine einschlägigen Punkte zur Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vor.
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Beratungsverlauf
Mitteilungen von Bürgermeister Rotter:
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Worum es hier geht - einfach erklärt
Der aktuelle Planungsstand zur Ortsumfahrung Urberach wurde zur Kenntnis genommen. Derzeit werden mögliche Trassen unter anderem nach Umweltwirkungen, Verkehrsentlastung, Flächenbedarf und Baukosten verglichen. Eine Vorzugsvariante soll später öffentlich vorgestellt werden; anschließend entscheidet die Stadtverordnetenversammlung, ob sie dem Bundesverkehrsministerium zur Prüfung vorgelegt wird.
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federführend Stadtplanung
Im Juli 2024 wurde der 3. Planungsdialog durchgeführt, in welchem die Ergebnisse der Bestandsermittlung sowie die Raumwiderstandskarte vorgestellt wurden. Auf deren Basis wurden erste mögliche Trassenvarianten für eine Ortsumfahrung entwickelt. Teil 1 der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) befindet sich aktuell kurz vor dem Abschluss. Hierbei werden die Auswirkungen des geplanten Vorhabens auf verschiedene Schutzgüter untersucht sowie bewertet. Eine besondere Rolle in der UVS spielt das Schutzgut Mensch. Hierbei werden Aspekte, wie Erholungsnutzung, Wohnen, Wohnumfeld sowie Vorbelastung durch Verkehr und damit verbundene Immissionen betrachtet. Die Bewertung des Schutzgutes „Mensch“ wird in den kommenden Monaten noch durch die Ergebnisse einer schalltechnischen Untersuchung sowie der Berechnung der Luftschadstoffe ergänzt. Weitere Schutzgüter stellen insbesondere „Tiere/ Pflanzen“, „Boden“, „Wasser“, „Klima/ Luft“, „Kultur- und Sachgüter“, „Landschaftsbild“ sowie „Erholungs-/ Freizeitnutzung“ dar. Dabei darf das Planungsziel der Ortsumfahrung jedoch nicht aus den Augen verloren werden, nämlich die Verbesserung der bestehenden verkehrlichen Situation. Daher ist die Bewertung der verkehrlichen Wirksamkeit der möglichen Trassenvarianten ein weiterer Bestandteil des Variantenvergleichs, neben den Umweltaspekten und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Für die Bewertung der Trassenvarianten erfolgt eine Prognose der zu erwartenden Verkehrsmengen im Jahr 2035. Zudem werden die Auswirkungen auf das gesamte umliegende Straßennetz betrachtet. Derzeit wird zusätzlich die technische Verkehrsplanung als Vorentwurfsplanung erstellt. Anhand dieser ersten technischen Planung werden zudem die Auswirkungen durch Schall- und Luftschadstoffemissionen ermittelt. Auf Basis der Vorplanung werden anschließend weitere Einflussfaktoren, wie Flächeninanspruchnahme und Baukosten berechnet. Diese Eingangsgrößen fließen zusammen mit den Ergebnissen der UVS und der Verkehrsprognose in die Gesamtabwägung ein, um auf dieser Grundlage eine fachlich fundierte Entscheidung über die beste Trassenvariante einer Ortsumfahrung Urberach treffen zu können. Das Ergebnis dieser Abwägung und die daraus resultierende Vorzugsvariante sollen im Rahmen eines weiteren Planungsdialogs der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend in einem Erläuterungsbericht zusammengefasst werden. Letztendlich entscheidet aber die Stadtverordnetenversammlung darüber, ob diese Vorzugsvariante resp. der Vorschlag zur Linienfestlegung dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt wird.
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Worum es hier geht - einfach erklärt
Das Gremium nahm den aktuellen Stand der Förderung für Balkonkraftwerke zur Kenntnis. Für 2025 stehen 10.000 Euro für 50 Anlagen bereit; bereits 46 Anträge sind eingegangen und können erstmals vollständig digital gestellt werden. Die Förderrichtlinie läuft im Sommer aus, eine Neuauflage wird angestrebt.
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federführend Umwelt
Seit dem Inkrafttreten der Förderrichtlinie 2023 bis Ende 2024 sind 230 Balkonkraftwerke gefördert worden. Seit dem 01.01.2025 können neue Anträge gestellt werden, das Antragsverfahren ist seit 2025 vollständig digital möglich. Im Haushalt stehen 2025 10.000 € zur Förderung von Balkonkraftanlagen bereit. Mit dieser Summe können 50 Anlagen gefördert werden. Bereits jetzt sind 46 Förderanträge eingegangen. Der erste und schnellste Antrag kam am 01.01.2025 um 00:59 Uhr. Die Förderrichtlinie läuft im kommenden Sommer aus, eine Neuauflage wird angestrebt.
Anwesenheit
Aus der Niederschrift: 23 von 33 verzeichneten Personen anwesend — inklusive Magistrat, Schriftführung und Verwaltung.
- CDU 7 von 10
- AL/Die Grünen 6 von 9
- FDP 3 von 3
- SPD 2 von 3
- FWR 1 von 3
- Ohne Fraktion 4 von 5
Verlauf
- Sitzung fand am 12. März 2025 statt · erstmals erfasst am 7. Sep. 2026
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Zeitangaben sind die Abrufzeitpunkte, nicht die Bearbeitungszeitpunkte bei ALLRIS.
Woher diese Angaben kommen
- Termin, Ort und Tagesordnung Sitzungsseite · abgerufen 14.09.2026
- Beginn, Ende, Anwesenheit und Beschlüsse Niederschrift öffentlich · PDF, 119 KB